Skandal um Tebartz-van Elst

Eine Zusammenfassung des Bischofskandals

An diesem Skandal konnte in Deutschland wohl keiner vorbeihören. Vermutlich hat jeder schon mal ein Foto des Limburger Bischofs gesehen. Nun ist der Fall Bischof Tebartz-van Elst vorerst abgeschlossen. Schluss mit dem Thema ist allerdings noch nicht. Der „Kasimir“ hat alles um den Bischofs-Skandal einmal für euch zusammengefasst.

Wo ist das Bistum Limburg überhaupt und wer ist Tebartz-van Elst?
Das Bistum Limburg befindet sich in den Bundesländern Hessen und Rheinland-Pfalz. Bekannter als die Kleinstadt Limburg an der Lahn (mit ca. 34.000 Einwohnern ein bisschen größer als Oelde) sind mit Sicherheit die Städte Wiesbaden und Frankfurt am Main. Das Bistum wird seit 2008 von Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst (54) geleitet. Doch dieser kommt gar nicht aus Limburg. Aufgewachsen ist er in Kevelear, also im Bistum Münster. In Münster hat er unter anderem auch studiert und wurde 2004 Weihbischof.

 

Was wird dem Bischof von Limburg vorgeworfen?
Wenn man die Titel in der Bildzeitung verfolgt, heißt er immer nur noch „PROTZ-BISCHOF“. Bischof Tebartz-van Elst soll also zum Beispiel verantwortungslos mit dem Geld seines Bistums umgegangen sein. Viele kritisieren ihn wegen des Baus des neuen diözesanen Zentrums, in dem auch die Wohnung des Bischofs untergebracht werden sollte. Während in den Pfarrgemeinden jede Menge gespart werden musste, soll Bischof Tebartz-van Elst beim Bau seiner Residenz nicht gespart haben. Ihm wird vorgeworfen, viel zu verschwenderisch mit dem Geld umgegangen zu sein.
Manche bezeichnen den Bischof von Limburg auch als Lügner. Er soll nämlich zusammen mit seinem Generalvikar nach Indien geflogen sein. Allerdings nicht ganz normal, sondern in der Business-Klasse. Der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) sagte er aber, dass er in der Economy Class geflogen sei und machte diese Aussage auch vor Gericht. Diese Falschaussage wird ihm nun zusätzlich zum Problem und der Limburger Bischof muss 20.000 Euro Strafe zahlen.

Bischofsresidenz: Baukosten in schwindelerregenden Höhen
Im Mai 2010 begann bereits der Bau des „Diözesanen Zentrums Sankt Nikolaus“. Dort sollte nicht nur ein bischöfliches Zentrum, sondern auch eine Wohnung für den 54-jährigen Bischof Platz finden. Eine Wohnung kann man diese Räumlichkeiten hingegen nur noch schlecht nennen. In den letzten Wochen hörte man eher die Begriffe „Residenz“, „Prunkbau“ oder „Palast“. Diese Residenz sollte ursprünglich höchstens 2,5 Millionen Euro kosten, doch Ende Juni wurde schon bekannt, dass die Kosten auf rund 10 Millionen Euro gestiegen waren. Knapp zwei Monate später lautet die Zahl dann schon 31 Millionen Euro. Angeblich könnte sie auch noch auf 40 Millionen steigen.
Für diese Kostenexplosion scheint es sehr viele Gründe zu geben. Zum einen nannte der Bischof die höheren Kosten durch den Denkmalschutz, aber auch eine luxuriöse Ausstattung wird ihm vorgeworfen. Bischof Tebartz-van Elst ließ zum Beispiel das komplette Dach seiner Privatkapelle neu bauen, da es ursprünglich nicht möglich gewesen wäre, einen Adventskranz aufzuhängen. Allein die Beleuchtung seines Bücherregals soll 70.000 Euro gekostet haben. Starke Kritik erntete auch die Badewanne, für die der Bischof 15.000 Euro bezahlt haben soll.

Was kann eine Badewanne im Wert von 15.000 Euro?
Wenn man beim marktführenden Badewannen-Hersteller eine Wanne für 15.000 Euro sucht, wird man im normalen Katalog nicht einmal fündig. Der „Kasimir“ hat allerdings eine Badewanne für über 12.000 Euro ausgesucht. Diese ist mit 22 Düsen wohl eher ein Whirlpool, der sich zudem noch mit einer Fernbedienung komplett einstellen lässt. Sogar für Unterwasserbeleuchtung ist bei diesem Modell gesorgt. Was eine noch teurere Badewanne so alles kann, will sich vermutlich keiner genau vorstellen…

Gibt es Konsequenzen oder darf der Bischof von Limburg weiter das Geld des Bistums ausgeben?


Franz-Peter Tebartz-van Elst bleibt Bischof von Limburg, heißt es nach einer Audienz bei Papst Franziskus im Vatikan. Nachdem der Papst bereits mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Erzbischof Robert Zollitsch gesprochen hatte, durfte auch der Limburger Bischof mit Franziskus über den Skandal sprechen. Allerdings verordnete ihm Franziskus erst einmal eine Auszeit. Gleichzeitig wird im Bistum Limburg genau geprüft, wie es zu so hohen Ausgaben durch den Bischof kommen konnte. Eine Rückkehr des Bischofs ist also durchaus möglich. Allerdings wird sie von der Mehrheit der Menschen im Bistum Limburg abgelehnt.

Was sagen die Kritiker des Bischofs zu einer Rückkehr ins Bistum Limburg?
Nicht nur das allgemeine Kirchenvolk spricht sich zu großer Mehrheit gegen eine Rückkehr des Bischofs aus. Auch das Domkapitel, welches den Bischof in der Regel bei der Führung des Bistums unterstützen soll, ist absolut gegen eine Rückkehr. Sie sind der Meinung, dass man dem Bischof nicht mehr vertrauen und nicht mehr glauben kann. Außerdem haben sie Angst, dass dann noch mehr Menschen aus der Kirche austreten könnten. So viele Menschen haben vorher noch nie auf einmal im Bistum Limburg der Kirche den Rücken zugewandt. An einem Tag soll es sogar 34 Kirchenaustritte gegeben haben. Normalerweise gäbe es nie mehr als zwei Austritte pro Tag.

Kann das Bistum Limburg überhaupt 31 Millionen Euro bezahlen oder ist es jetzt pleite?
Das Bistum Limburg hat offensichtlich ein sehr großes Vermögen, mit dem es 28,5 Millionen Euro bezahlen wird. Die ursprünglichen Kosten, also 2,5 Millionen Euro, zahlen die Katholiken mit ihrer Kirchensteuer. Dass das Bistum Limburg so viel Geld besaß, hat wohl bei allen eine große Verwunderung ausgelöst. Daraufhin wurden alle Bistümer gebeten, ihren Besitz offenzulegen. Mit 166,2 Millionen Euro ist das Erzbistum Köln das reichste Bistum in Deutschland. Münster gab das Vermögen mit 2,37 Millionen Euro an. Allerdings besitzt unser Bistum noch 38 Gebäude und ca. 3,1 Millionen Quadratmeter Land- und Waldgebiete.

Wie geht es jetzt weiter?
Was nun genau passieren wird weiß wohl keiner genau. Vorerst übernimmt der Generalvikar Wolfgang Rösch die Leitung des Bistums. Ob Bischof Tebartz-van Elst zurückkehren wird, hängt ganz von den Ergebnissen der genauen Untersuchung ab. Sehr wahrscheinlich ist eine Rückkehr allerdings nicht, da man Franz-Peter Tebartz-van Elst vermutlich nicht mehr als Bischof akzeptieren würde. Mit einer Rückkehr des Bischofs würde der Skandal sicher ein weiteres Mal überkochen. Wann genau mit einer Entscheidung zu rechnen ist, ist nicht klar.

Was wird aus dem diözesanen Zentrum?
Dass dort entweder Bischof Tebartz-van Elst oder ein neuer Bischof einzieht, ist sehr unwahrscheinlich. Das 31-Millionen-Euro-Projekt nun aber abzureißen, wäre aber auch nicht sinnvoll. Zurzeit überlegt man, aus dem Zentrum ein Obdachlosenheim oder eine Suppenküche zu machen. Die Räumlichkeiten könnten aber auch für ein kirchliches Park-Café genutzt werden. Vielleicht fällt euch ja noch mehr dazu ein!

Die „Kasimir“-Redaktion wartet gespannt auf die nächsten Entscheidungen aus dem Bistum Limburg. Eins ist klar: von Franz-Peter Tebartz-van Elst werden diese erst einmal nicht kommen.

 

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