Interview mit Weihbischof Theising

Die „Kasimir“-Redaktion hat vor kurzem einen der Münsteraner Weihbischöfe in Oelde getroffen: Weihbischof Wilfried Theising. Der 52-Jährige sprach mit der Redaktion unter anderem über das Domjubiläum.

KASIMIR: Was verbindet Sie mit der Stadt Oelde und der Pfarrei St. Johannes?

WEIHBISCHOF THEISING: Das erste, was ich mit Oelde verbinde ist das Pott’s Bier. Aber es verbindet mich noch mehr mit Oelde: meine Zeit als Kaplan in Beckum. Da war zur selben Zeit Johannes Arntz Kaplan in Oelde. Dadurch bin ich sehr oft in Oelde gewesen und habe eine relativ gute Verbindung zu dieser Stadt gehabt.

KASIMIR: Waren Sie früher auch Messdiener?

THEISING: Ich muss gestehen, dass ich es nicht war. Erst als ich ins Borromaeum zur Priesterausbildung ging, wurde ich von meinem Pfarrer angesprochen, ob ich auch Messdiener sein wollte. Aber ursprünglich war ich es nicht. Ich hatte sonntags auch mal Probleme, wenn eine Messe mit Weihrauch war. Heute macht mir das nichts mehr aus.

KASIMIR: Was hat Sie davon überzeugt, Priester zu werden und Ihr Leben auf Gott auszurichten?

THEISING: Mein Elternhaus war so geprägt, dass ich mit der katholischen Kirche und dem Glauben aufgewachsen bin. Später hat mich vor allem der Religionsunterricht besonders geprägt. Wir hatten einen sehr guten Religionslehrer, der viele Fragen unseres Lebens aufgegriffen und gut beantwortet hat. Auch die Firmkatechese war für mich sehr wichtig. Je länger ich darüber nachdenke, bin ich mir sicher, dass da schon etwas bei mir grundgelegt wurde. Da kam für mich zum ersten Mal der Gedanke, etwas selber in der Kirche zu tun.

KASIMIR: Wie sprechen Sie Jugendliche an? Was ist Ihr Angebot für die Kinder und Jugendliche im ganzen Bistum?

THEISING: Ich habe einen Kreis von Jugendlichen, der sich regelmäßig unter dem großen Thema Berufung trifft. Die Jugendlichen beschäftigen sich mit vielen Fragen: Was ist mein Lebens- und Glaubensweg? Wozu lädt Gott mich ein? Da kommen zu jedem Treffen immer 25 Jugendliche. Es ist eine sehr schöne Entwicklung, die dieser Kreis nimmt. Auch neue kommen immer mit dazu. Das ist eines meiner Angebote für Jugendliche.

Ein ganz großer Schwerpunkt bei allen Weihbischöfen ist natürlich die Firmung. Da möchte ich auch gerade in der Predigt die Jugendlichen ansprechen.

KASIMIR: Was unternehmen Sie beim Münsteraner Domjubiläum?

THEISING: Ich habe eine Katechese am Samstag. Da geht es um die Frage von Leben, Tod und Auferstehung. Ich möchte versuchen, auch Jugendliche mit dem Thema in Verbindung zu bringen. Ansonsten bin ich aber relativ frei und kann das Programm einfach mitmachen. Ich werde dann einfach präsent sein und die Leute ansprechen, die mit Ständen vertreten sind  oder Angebote durchführen.

KASIMIR: Welche Beziehung haben Sie mit dem St.-Paulus-Dom?

THEISING: Das ist eine sehr innige Beziehung durch die drei Weihen (Diakon-, Priester-, Bischofsweihe), die ich dort empfangen habe. Es ist die Kirche, die mein Leben insbesondere geprägt hat neben meiner Taufkirche. Der Dom spielt für mich eine große Rolle. Wenn ich in Münster bin, versuche ich immer mal kurz vorbeizuschauen. Für mich ist der Dom ein Stück Heimat für meinen Glauben.

KASIMIR: Welches Programm beim Domjubiläum würden Sie Kindern und Jugendlichen empfehlen?

THEISING: Es ist dort eine ganze Menge zu finden. Es ist wichtig, dass man sich das Ganze einfach mal anschaut und ein bisschen herumschlendert. Natürlich sind die musikalischen Angebote sehr interessant für Kinder und Jugendliche.

KASIMIR: Auch der Pop-Sänger Adel Tawil?

THEISING: Ja! Ich denke, dass die wesentliche Botschaft dieses Konzertes ist, Menschen zusammenzubringen, sie aus der Vereinzelung zu holen und Gemeinschaft zu stiften.

KASIMIR: Was möchten Sie unseren Messdienern mit auf den Weg geben?

THEISING: Großartig, dass ihr da seid und dass ihr diesen Dienst in der Gemeinde ausübt. Es ist toll, welches Engagement die Messdiener mitbringen. Bleibt dabei!

KASIMIR: Eine Frage zum Schluss: Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

THEISING: Ich würde eine Bibel mitnehmen, ein Kreuz und einen Rosenkranz. Sehr klassisch katholisch! Wenn ich nicht alleine wäre, würde ich ein Kartenspiel mitnehmen. Ich bin leidenschaftlicher Skat- und Doppelkopfspieler. Aber dann wäre es ja keine einsame Insel mehr.

Geführt wurde dieses Interview von Sebastian Schmidt und Benedikt Alberternst.

 

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